Schwimmende Werkstatt

Sonntag, den 02. August 2020

Damit das Werkzeug nicht nur zum Spaß mitgenommen wurde, sollte endlich mal ein Einsatz mit diesem erfolgen
Das Solarpanel war abgerissen und musste neu verklebt werden.
Was war passiert?
Durch eine ungeschickte Bewegung des Skippers fand sich dieser bei der Biskaya-Überfahrt auf dem Hosenboden wieder, ungünstigerweise setzte ich mich dabei auf das Solarpanel und versuchte das Gewicht möglichst breit zu verteilen, um es nicht zu beschädigen…dieser uneleganten Rolle über die Montage hielten die alten Sika-Verklebungen nicht stand und rissen alle vier direkt ab.
Eine kurze kräftige Unmutsbekundung verhallte in den Weiten der großen Bucht…das Panel aber war nun lose und auch wenn der Seegang aktuell ruhig war, so würde es doch wild übers Deck schlittern, wenn wir da nichts unternehmen. Die Kabel waren auch noch unversehrt, so dass rein funktional keine Beeinträchtigung zu erwarten war.
Notdürftig festgebändselt konnte es aber erstmal weitergehen, eine richtige Reparatur erfolgte jetzt, vor Anker bei A Coruna.
Zunächst musste das alte Sikaflex entfernt werden, der Draht-Bürsten-Aufsatz für den Akkuscrauber erwies sich dabei als sehr hilfreich. Die alten Klebestellen waren ratz fatz sauber und wieder einsatzbereit.
Nur das aufsammeln der abgekratzten Krümel erwies sich als fummelig und langwierig…nun gut, muss ja auch gemacht werden!
Bei einer näheren Untersuchung des Solarpanels stellte ich fest, das Teil kommt ja auch aus Dresden!
Seinerzeit noch von Solarwatt hergestellt, segelte es nun mit uns um Europa….stark!
Sikaflex hatten wir selbst auch an Bord und so war es ein Leichtes, das Panel mit diesem wieder fest zu kleben.
Zwei Schraubenkisten erhöhten für 12h das Gewicht, um das Panel auch richtig auf die Klebestellen zu pressen, ehe wir am nächsten Tag wieder alles normal in Betrieb nehmen konnten.


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