Auf dem Weg zur ersten Mittelmeer-Lagune

Samstag, den 05. September 2020

Nachdem die Reparatur in Aguilas so gut gelaufen ist, gönnen wir uns noch einen Bade-Tag vor Anker vor der Stadt.
Der Wind sollte ind er Nacht auf Nord drehen, so dass wir am frühen morgen endlich Richtung Cartagena segeln wollten…

Doch zunächst hieß es: Badehose an und die Sonne genießen, Benno übte sich mit einigen Sprüngen vom Bug ins Meer und schwamm mehrere Runden ums Boot.

Freitag morgen holten wir gegen halb sieben den Anker auf und segelten bei Leichtwind in südöstliche Richtung, der Seegng ist twas schwächer als die letzten Tage, aber noch zu stark für den schwachen Wind, so dass wir erstmal 2h unter Maschine fahren, bevür wir gegen 8:30 die Segel setzen können…bis Mittag kommen wir ganz gut voran, ehe der Wind wieder etwas schwächer wird.
Da der Seegang inzwischen fast komplett weg ist, kommen wir am Wind noch ganz gut voran und erreichen am frühen Nachmittag den Hafen von Cartagena.

Ursprünglich wollten wir vor der Stadt ankern, um am nächsten Tag weiter zu fahren, doch die historische Altstadt und das kleine Amfitheater locken uns dann doch in den Hafen.
Eva steuert das Anlege-Manöver heute mal selbst und bringt uns sicher in die Box 🙂

Nur der mistige Kugelfender vom Nachbarlieger hinterlässt ein paar häßliche Flecken am Backbord-Rumpf von Marie…

Wir erledigen den Papierkram, bunkern Wasser und ruhen uns noch ein wenig aus, bevor wir am frühen Abend in die Stadt gehen.

Das historische Museum und das kleine Kolloseum sind wirklich sehenswert, in der Stadt selbst ist auch einiges los, wir ergattern noch einen Platz in einer Tapas-Bar in einer hinteren Gasse, es war ein schöner Abend 🙂

Am nächsten Tag geht es wieder sehr zeitig weiter, der Wind soll noch einen Tag weiter aus Nord wehen, bevor ein Sturmtief mit kräftigem Ostwind aufziehen wird.
Wir wollen das Wetter in der Lagune “Mar Menor” abwettern, da sind wir vor dem Seegang geschützt und können uns im Sandboden sicher verankern.
Die Genua wechselt sich mit der Diesel-Fock ab, wir zuckeln langsam Richtung “Cabo de Palos”, welches wir gegne Mittag passieren.

Entspannt ums Kap

Die recherche in der nautischen Literatur hat ergeben, dass die Brücke in die Lagune 16 Uhr öffnet, endlich wieder eine Klappbrücke! 😀 Da wollen wir mit durch…

Gegen 15:15 Uhr erreichne wir die Warte-Bojen westlich von “Isla Grosa”, gerade als wir mitten im Anlege-Manöver zur letzten freien Boje sind, kommt ein kleines Motorboot und schnappt sie uns vor der Nase weg…nunja wir wollten eh nicht lange bleiben, setzen also gleich die Genua und segeln mit 2 Knoten-Schleichfahrt weiter Richtung Lagune. Im Fahrwasser rollen wir die Genua ein und lassen uns von der Strömung weiter treiben. 
Achteraus sehen wir die anderen Boote von den Bojen ablegen und mit Vollgas uns hinterher jagen, so gesehen war es doch keine so schlechte Idee mit entspannter Leichwind-Fahrt die ersten an der Brücke zu sein.

Wir passieren die Zufahrt mit ca. 10 weiteren Yachten und lassen gegen 17 Uhr den Anker in der Lagune fallen.

Endlich mal wieder durch eine Klappbrücke

Im Fernglas hatte ich eine paar wilde Flamingos in den Salzwiesen ausgemacht, Benno ist gleich ganz aufgeregt und will sofort mit dem Beiboot hinpaddeln…

Wir verbringen die nächsten Tage in der Lagune, die entgegen der vielen warnenden Meldungen sehr klares & sauberes Wasser führt und auch üppig bewachsen ist, zumindest am Rande der Salzwiesen, doch dazu später mehr.


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