Gibraltar: Der Affenfelsen

Donnerstag, den 20. August 2020

Am Donnerstag Morgen lege ich direkt 7:55 Uhr ab, um unseren finalen Platz anzusteuern, wir wollen ja nach dem Frühstück los!
Die Crew schläft noch, wir fahren erstmal tanken und bekommen anschließend im Hafenbüro einen Platz zugewiesen.
Also schnell rum, um den Steg und in die zugeteilte Box verholt.

Strom und Wasser wird extra abgerechnet…wir schreiben uns vorsichtshalber mal die angezeigten Werte vom Stromzähler auf…dabei werde ich stutzig, der Schaltkasten sieht irgendwie deformiert aus…
ohja, bei genauerer Betrachtung der gegenüberliegenden Box, wird auch klar warum: der Nachbar parkt nach einem Brand jetzt unter Wasser 🙁
Puh…ein mulmiges Gefühl macht sich breit…da messen wir doch lieber mal die Spannung an der Steckdose nach, bevor wir auch noch so enden (wer weiß, was da passiert ist, aber mir wurde schon mal eine 350V-Steckdose zugewiesen, seit dem bin ich vorsichtig geworden…)
Sah aber alles in Ordnung aus, also noch schnell frühstücken, dann wollen wir ja nach Gibraltar!
Wir gehen zu Fuß, passieren die Grenze, so wie in Spanien gefordert, voll vermummt…fast ein bisschen albern, jetzt noch seinen Ausweis hoch zu halten 🙂
Die Grenzpolizei winkt uns durch.
Als erstes passieren wir den Flughafen von Gibraltar, bzw. das Rollfeld, welches direkt hinter der Grenze liegt, ja richtig gelesen: wir laufen direkt über die Start- & Landebahn von Gibraltar in die Stadt, natürlich nur, wenn keine Flugzeug in der Nähe ist 🙂
Das ist auch der Grund, wieso man in der Bucht unbedingt die Verkehrszentrale abhören sollte, denn bei Starts & Landungen wird ein Teil des Seeraums gesperrt, um nicht mit den Turbulenzen der Flugzeuge in Berührung zu kommen…
Direkt im Anschluss folgt die Stadt, umgeben von einer historischen Stadtmauer mit diversen Batallionen und Türmen, überall sind kleine Geschäfte und Kneipen. Es herrscht reges Treiben in den Gassen von Gibraltar.
Wir wollen aber erstmal weiter, bis zum großen Felsen, den man wahlweise zu Fuß, oder per Seilbahn erklimmen kann. Wir entscheiden uns, hochzu mit der Bahn zu fahren, dann einen Teil durch den Nationalpark zu wandern, um dann von der Mittelstation wieder mit der Bahn nach unten zu fahren.
Der Weg ist doch recht weit und in der Mittagshitze macht es wohl wenig Sinn da den ganzen Berg raufzukraxeln, wenn wir oben noch ein bisschen was vom Tag haben wollen 🙂
Also haben wir die üppige Gebühr für die Gondel bezahlt und auch gleich den Entritt für den Nationalpark dazu.
Hoffen wir, es kommt diesem einzigartigen Natur-Reservat zu Gute.
Kaum oben ausgestiegen sitzen auch die ersten Makaken direkt am Ausstieg, Benno ist natürlich begeistert und begutachtet erstmal die zahlreichen Affen.
Die lassen sich nichts anmerken und chillen entspannt in der Sonne.
Erst als ich meinen Rucksack absetze, heben sie ihre Köpfe…da könnte ja was interessantes dabei sein und schwuppdiwupp sitzt auch schon ein Affe neben mir, ich nehme mir eine Flasche Wasser raus und zeige dem Affen die leeren Hände: “Nix zu holen, mein Freund”.
Enttäuscht dreht dieser sich weg 🙂
Das Füttern der wild lebenden Tiere ist unter saftiger Geld-Strafe streng verboten und dennoch scheinen die Kletterkünstler hin und wieder etwas aus einem Rucksack zu bekommen…
Wir wandern noch ein paar Stunden über den Berg, besichtigen ein paar alte Befestigungsanlagen und eine Tropfsteinhöhle.
Am späten Nachmittag fahren wir von der Mittelstation wieder ins Tal und treten den Rückweg zum Boot an.
Ein klassisch englsiches Essen mit 2 Pint in einem richtigen Pub lassen wir uns natürlich nicht entgehen…hatte sich das Königreich doch bisher etwas schwer getan, ausländische Gäste zu empfangen 😉

erstmal den Zählerstand notieren...

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