The Channel – Englischer Kanal

Samstag, den 11. Juli 2020

Von Dunkirk ging es am nächsten Tag direkt weiter durch den englischen Kanal…mindestens bis Calais, oder noch ein Stückchen weiter, lautete unser Plan für diesen Abschnitt.
Der Wind stand gut, 3 Beaufort aus NW, wir sollten also mit halbem Wind ganz gut vorankommen, der Seegang sollte sich um 1m bewegen…
 
 
Wir verließen Dunkirk pünktlich um acht und hatten nur leichten Schwell in der Hafeneinfahrt, deutlich entspannter als das letzte mal bei der Ausfahrt von Brügge. Nach der ausfahrt wurde es dann noch etwas weniger, so dass wir nur “relativ” wenig Bewegung im Schiff hatten (im Vergleich zu der gestrigen Fahrt).
Mit einsetzendem Tidenstrom nach West, ging es zügig voran, so dass wir bereits mittags an Calais vorbeizogen.
Der markante Leuchtturm Cap Gris-Nez, südlich von Calais…

Wir entschieden uns, noch vier Stunden dran zu hängen und noch etwas weiter, bis Bourlonge-Sur-Mer weiter zu segeln.

Kurz nach der Hafenausfahrt von Calais hatten wir dann auch unser erstes kleines “Race”: das sind tidenbedingte Stromschnellen, mit “wilden Wellenkämmen”, sie entstehen, durch einen Unregelmäßigkeit im Untergrund, etwa eine Sandbank oder ein Felsen, der die Tiefe abrupt verringert.
Steht dann noch Wind gegen Strom, wird die See schnell unruhig, es kommt zur steilen stehenden Wellen die auch schnell brechen können.
Hier waren die Wellen nur 40cm hoch, aber sie brachen, “mitten” auf dem Meer (3 Meilen vor der Küste), was natürlich einen gewissen Geräuschpegel verursachte, auf jeden Fall eine spannende Erfahrung…das Race war recht klein und ohne nennenswerte Ereignisse innerhalb von fünf Minuten passiert.
Die äußere Hafeneinfahrt ist aus der Ferne nur schwer auszumachen, im Reeds wird aber klar, worauf zu achten ist.

16 Uhr erreichten wir die Hafeneinfahrt von Bourlonge-Sur-Mer, im Reeds-Atals war schon der Hinweis zu finden, dass der äußere Wellenbrecher t.w. zerstört sei und bei Hochwasser nicht mehr zu sehen ist.

Man muss also aufpassen, dass man da nicht drüber fährt, sondern wirklich die Einfahrt erwischt.

Das liest sich so leicht, aber wenn man dann über 800m keine Barriere findet ist es manchmal gar nicht so leicht, sich aus der Ferne richtig zu orientieren.
Rudergänger-Nachwuchs steuert uns sicher in den Hafen

Mit dem Fernglas war aber die Silhouette der restlichen Mauer, mit dem Torfeuer zu erahnen, so dass wir diese ansteuerten.

Kurz vor der Einfahrt war diese dann auch klar erkennbar, so dass wir sicher passieren konnten. Ein Hoch auf den Reeds!

Die weitere Passage, den kleinen Fluss hinauf bis in den Yachthafen ist sehr entspannt, bei einer leichten Brise übernimmt Benno mal das Ruder…

 
Da der Wind jetzt auf West dreht, warten bleiben wir die nächsten Tage erstmal hier und warten auf ein neues Windfenster…
 

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