Banana-Segel-Boot

Mittwoch, den 15. Juli 2020

Im Vorfeld unserer Reise haben wir uns länger mit dem Gedanken um ein geeignetes Beiboot beschäftigt.
Aufgrund des stark begrenzten Platzangebots, vor allem auf dem Deck, um das Dinghy während der Segelei ordentlich zu verstauen, fiel die Wahl auf das Banana-Boot 260.
Ein Faltboot, welches sich unterwegs zusammengeklappt an der Reling befestigen lässt.
Angetrieben wird es mit zwei Paddeln, also mit Muskelkraft.
Nun kommt es auf einer längeren Segelreise auch mal vor, dass wir etwas weiter draußen ankern, in einer schönen, abgelegenen Bucht, und dann nicht innerhalb von 10 Minuten am Strand oder an der Pier sind.
Dann wird das Paddeln doch recht aufwändig und ein alternativer Antrieb wurde gesucht…
Ein Benzin-Außenborder kam für uns aus verschiedenen Gründen nicht in Frage:
Hoher Wartungsaufwand, hohes Gewicht, zusätzlicher Stauraum am Heck benötigt, zusätzlicher Kraftstoff muss organisiert werden…
Ein Elektro-Außenborder wäre eine echte Alternative, braucht jedoch ebenso einiges an Stauraum: der Motor selbst ist recht klein, dazu wird jedoch eine zusätzliche Batterie benötigt, die verstaut und geladen werden muss, ein Auftriebskörper wird am Banana-Boot ebenso nötig, damit es hinten nicht zu weit einsinkt und dann ist die Reichweite doch ziemlich begrenzt, je nachdem wie groß die Batterie gewählt wird.
Die dritte Möglichkeit war ein Segelsatz, der im Original jedoch recht teuer ist, weshalb wir uns für ein DIY-Nachbau-Projekt entschieden haben.
Also das Rigg und das Segel selbst zusammen zu stellen.
Ruderhalterung, Mast und Rigg haben wir bereits in Dresden vorbereitet, das Segel haben wir auf Maß fertigen lassen, es wurde jedoch nicht rechtzeitig vor unserer Abreise fertig.
Dennoch ist das System inzwischen komplett, das Segel wurde uns unkompliziert nach Amsterdam geliefert, wo wir es in Empfang nehmen konnten, um es später fertig zu stellen (Das Rigg musste noch finalisiert werden, das wollte ich erst mit dem fertigen Segel machen, damit die Ösen dann auch an der richtigen Stelle sind).
In deDintel war es dann so weit, bei schwachem Wind konnten wir das komplette System mal testen…es lief ganz gut, für einen echten Test war jedoch zu wenig Wind (der auch noch ständig drehte) aber grundsätzlich kann man sagen, es segelt!
 

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